Wie wir zur Mühle kamen
Liebe auf den ersten Blick
Wie wir zur Mühle kamen

Wie sind wir eigentlich zu unserer Windmühle gekommen?
Von Stephanie Pásztor
Es war Liebe auf den ersten Blick.
Ein Urlaubstag im schönen Mecklenburg – davon hatten wir lange geträumt. Im Jahr 2015 wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. Unser Quartier fanden wir im idyllischen Gutshaus Rothen, von dem aus wir täglich mit unseren Fahrrädern zu Entdeckungstouren durch die umliegenden Dörfer aufbrachen.
Die weite Landschaft, der offene Himmel mit seinen eindrucksvollen Wolkenbildern und die stille Schönheit Mecklenburgs begleiteten uns auf jedem Kilometer.
So führte uns unser Weg in das kleine Dorf Ruchow. Dort bewunderten wir zunächst die erhabene Feldsteinkirche mit ihrem leicht schiefen Turm, der sofort unsere Neugier weckte. Doch dann fiel unser Blick auf etwas anderes: Hinter einem breit ausladenden Schlehenbusch verbarg sich eine alte Windmühle – gezeichnet von den Jahren, mit gestutzten Flügeln, fast ein wenig versteckt vor der Welt.
Neben ihr standen junge Bäume und Büsche, als wollten sie das Bauwerk behutsam schützen. Die Szene wirkte beinahe märchenhaft. Wir waren sofort verzaubert.
Am selben Abend, zurück in Rothen, erfuhren wir beim Abendessen in der Rothen Kelle, dass die Windmühle in Ruchow tatsächlich zum Verkauf stand. Unsere Neugier verwandelte sich augenblicklich in Tatendrang. Schon am nächsten Tag knüpften wir erste Kontakte.
Als unser Urlaub endete, nahmen wir ein ganz besonderes Souvenir mit nach Hause:
Wir waren nun die stolzen Besitzer einer romantischen Windmühle an einem einzigartigen Ort – im wunderschönen Dorf Ruchow.
Bald entstanden erste Verbindungen zu erfahrenen Mühlenbauern, und voller Begeisterung stellten wir uns vor, eines Tages unsere Ferienzeit in diesem historischen Bauwerk zu verbringen. Die Sehnsucht war geweckt – ebenso wie eine innere Kraft, von der wir während der unerwartet großen Restaurierungsarbeiten noch oft zehren würden.
Unser Vorhaben wurde im Dorf von Anfang an mit viel Wohlwollen begleitet. Über die Jahre hinweg durften wir immer wieder auf die Unterstützung der Dorfbewohner zählen.
Diese Herzlichkeit hat uns tief berührt und uns auf unserem Weg nachhaltig gestärkt.